Wenn Leute mich fragen, wieso ich Lichtplaner geworden bin ist der einfachste Weg die Antwort: ich habe Elektrotechnik studiert. Und dieses Studium hat meine Zukunft und Entscheidung auf jeden Fall sehr stark geprägt.

Wenn ich jedoch genauer in mich gehe, reicht meine Faszination zum Thema Licht viel weiter zurück.

Als kleiner Junge war ich, wie viele damals ein unfassbarer Fan von Modelleisenbahnen

Zu jedem Geburtstags- oder Weihnachtsfest wünschte ich mir neue Dinge um meine Bahn, die Strecke und die Umgebung zu erweitern. Während meine Schwester mit Puppen spielte, saß ich an manchen Tagen von morgens bis abends vor der Bahn, bastelte an ihr und sah zu, wie sie ihre Runden drehte.

Am schönsten war meine Modelleisenbahn aber im Dunkeln, mit den kleinen beleuchteten Modellhäusern, der Straßenbeleuchtung und natürlich den beleuchteten Zügen. Die Atmosphäre, die hier entstand werde ich nie vergessen.

Licht verzaubert

Als unsere Tochter Anna-Lena gut 30 Jahre später auf ihre Weihnachtswunschliste schrieb, dass sie sich ein Puppenhaus wünscht, erinnerte ich mich zurück an meine Modelleisenbahn. War sie doch quasi mein Puppenhaus in meiner Kindheit gewesen. Also begann ich mit dem Bau eines Puppenhauses.

Die Inneneinrichtung überließ ich hierbei meiner Frau, sie hatte dafür schon immer ein Händchen. Mein Augenmerk lag auf etwas anderem – der Beleuchtung. Und so wurden in jedem der kleinen Räume des Hauses Leuchten montiert. Die Puppen sollten sich schließlich auch wohlfühlen.

Als unsere Tochter am Heiligabend das Wohnzimmer betrat, war der Raum nur durch das Licht des Tannenbaumes beleuchtet. In der Dämmerung entdeckte  Anna-Lena trotzdem sofort ihr Puppenhaus. Ich kann mich noch genau erinnern, wie sie sich freute und wie stolz ich war, den Lichtschalter anzuknipsen und die Räume des Puppenhauses in schönem Licht strahlen zu sehen.

Von der Modelleisenbahn zur Lichtplanung

Seit nun schon langer Zeit steht die Landschaft für die Eisenbahn, mit denen über Tälern und durch Tunnel laufenden Schienen bei uns auf dem Dachboden. Und auch Anna-Lenas Puppenhaus finden wir dort oben. Züge und Bäume, Puppen und Möbel befinden sich gut verstaut in Kartons in der Nähe.

Mittlerweile erfreuen wir uns nicht mehr an den Lichtern von Modelleisenbahn und Puppenhaus. Aber ich habe meine damalige Begeisterung über die Wirkung von Licht zu meinem Beruf gemacht. Und so auch meine Tochter Anna-Lena.

Nun darf ich mich jeden Tag aufs Neue an dem schönen Licht in denen für Sie beleuchteten Räumen freuen. Die Intention dabei ist die gleiche. Ich möchte, dass sich Menschen durch Licht in Räumen wohl fühlen.


„Mit Licht Räume zu einem schöneren Ort machen.“


Wenn mich Leute also fragen, wieso ich Lichtplaner geworden bin ist die naheliegende Antwort durch mein Studium der Elektrotechnik. Und das ist durchaus nicht unwahr. Aber eigentlich lautet die Antwort: Durch die Faszination meiner Modellbaueisenbahn.

 

Ich wünsche Ihnen eine genauso große Faszination zum Licht.

Mit LICHThellen Grüßen,

Ihr Jürgen Klensang